Kindliches Verhalten als Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit

Versuchen Sie den Sinn auch noch so bruchstückhafter Äußerungen von Demenz-Kranken zu entziffern. Selbst hinter Schreien und ständigem Wiederholen gleicher Worte kann sich ein „Sinn“ verbergen: Vielleicht will der Kranke verhindern, dass Stille eintritt, vielleicht sucht er Kontakt oder sollen seine Redefetzen eine für ihn bedrohliche Leere füllen. Wenn sich der Kranke zunehmend „kindlicher“ verhält, so kann dies den Wunsch nach mehr Sicherheit und Geborgenheit ausdrücken (sich wieder so zu fühlen wie in früheren Lebensphasen). Vielleicht hofft der Kranke, durch seinen „Rückzug in die Vergangenheit“ wieder an früheren Fähigkeiten und Fertigkeiten anknüpfen und so gekräftigt in die Welt der Gegenwart zurückkehren zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.